4. Tag – von Piller nach Prutz (zwangsweise)

​Die Nacht war eigentlich ganz gut. 

Auf jeden Fall besser als die Beiden zuvor. 

Jedoch war mir irgendwie nicht so gut. Schwindelig und allgemein ein dicker Kopf. 

Als dann noch Durchfall von der heftigen Sorte dazu kam, war klar, dass die für heute geplante Kaunergrat-Wanderung unmöglich war. 

Ich schleppte mich trotzdem zum Frühstück und der Pensionswirt war  auch schon da. 

Ich schaffte gerade mal ein halbes Brötchen – immer mit dem Gefühl mich gleich Übergeben zu müssen. 

Kaffee und Saft waren ok. 

Den Wirt fragte ich schließlich wie ich am Besten nach Feichten kommen würde. 

Ein Tag Pause und dann dort wieder los würde perfekt passen… 

Er meinte nur, dass ich das gestern hätte sagen sollen, es hätte dann einen Shuttle gegeben. 

Dass es mir gestern ja noch gut ging verblüffte ihn scheinbar. 

Immerhin verriet er mir noch, dass 4km den Berg hoch eine Bushaltestelle wäre und mit 2 mal Umsteigen würde ich da hin kommen. 

Ich beendete mein Frühstück und machte mich auch den Berg hoch. 

1,5 km die Straße hoch und dann in den Wald einen Waldlehrpfad entlang.

Dass es sich beim Lehrpfad im ein Moorgebiet handelte stand leider nicht drauf. 

Naja vom gestern wusste ich ja schon Bescheid…

Insgesamt brauchte ich 1,5 Stunden, bis ich an der vermeintlichen Bushaltestelle war.

Zudem hatte ich noch ne Stunde Zeit bis der Bus kam „so um 9:00 Uhr“ meinte der Wirt. 

Also Warten und Dösen.

Die Art der Haltestelle bereitete mir irgendwie Kopfzerbrechen. In Österreich sollte es doch auch Bus-Schilder geben… 

Hier war aber keins. Die Straße runter auch nicht. 

Also lief ich kurz nach 9:00 Uhr die Straße rauf und hinter mir kam auch schon der Bus. Ich winkte, der Fahrer nickte zurück und fuhr am mir vorbei. 

Was ein A**** dachte ich noch und lief hinter ihm her – im leichten Delirium.

Als ich um die Ecke kann sah ich eine Seilbahn und die Bushaltestelle. 

Der Bus hatte bereits gedreht und wartete auf die Abfahrt.

Ich fragte nach der Besten Verbindung von hier nach Feichten.

Der Busfahrer murmelte war von nicht ganz so einfach und wälzte Fahrpläne. 

Mir schwante schlimmes. 

Also mit ihm den Berg runter dann ein paar Stationen mit den nächsten Linie und Mittags mit einer Weiteren zum Ziel. 

Mir war da zu spät. 

Wir hatten 9:30 Uhr und ich sollte irgendwann gegen 15:00 am Ziel sein. 

So nahm ich nur die ersten beiden Linien und landete in Prutz „der Tür zum Kaunertal“. 

Eine Pension hatte ich bei booking.com auch schnell entdeckt – und das sogar gleich an der Bushaltestelle. 

An der Rezeption fragte ich ob das Zimmer vom Angebot noch frei ist – und es war noch frei. 

Da ich nicht über Internet gebucht hatte sondern direkt reingelaufen bin, bekam ich sogar noch 10 Euro Rabatt.

Da kann man sich Vorstellen was booking.com wohl verdient. 

Ab ins Zimmer, Rucksack ablegen und schnell noch zur Apotheke. 

Die Dame der Rezeption meinte dass der Dorfarzt zugleich auch der Apotheker ist, da es mit Ärzten aufm Land eher schwierig ist. 

Das passte mit wunderbar, da meine Erfahrung mit „Apotheken-Mitarbeitern“ eher negativ behaftet ist. 

Die Schrift auf der Packung kann ich meist selbst lesen aber Ahnung hatte ich in Vergangenheit oft mehr… 

Beim Arzt/Apotheker angekommen musste ich feststellen, dass es ihm wird mir ging. 

Wir hatten zusammen Urlaub – wer das wieder geplant hatte…

Egal dann eben erst mal zum benachbarten Spar und nen Smoothie und Cola gekauft. 

Danach ab ins Bett und ne Iboprofen rein gehauen. 

Nach gut 3 Stunden Schlafen schaute ich etwas Olympia um dann wieder ne Runde zu Schlafen. 

Hunger hatte ich absolut keinen. 

Dann zu Hause Bericht erstatten, noch ne Iboprofen rein und Durchschlafen bis morgens um 7:00 Uhr. 

Ja das nennt man wohl Ruhetag.